Erklärung vom 12.12.2014 des Pforzheimer Kreises zu den PEGIDA-Demonstrationen

Am vergangenen Montag, den 8. Dezember 2014, haben die Demonstrationen der PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) mit erstaunlichen 10.000 Teilnehmern in Dresden einen neuen Höhepunkt erreicht. Wenn nicht alle Zeichen trügen, werden die bürgerlichen Proteste in den nächsten Wochen ungemindert weitergehen. Schon bilden sich in Düsseldorf, Kassel, Würzburg, Bonn und München kleine Gruppen, die bereits erste Kundgebungen veranstaltet haben. Ohne Zweifel wird die PEGIDA-Welle demnächst auch Baden-Württemberg erreichen.

Wie nicht anders zu erwarten, werden die Demonstranten von den Medien, den etablierten Parteien und den einschlägigen Organisationen pauschal als “Faschisten” oder “Ausländerfeinde” gebrandmarkt. Auch die “fundamentalistischen Christen” dürfen dabei nicht fehlen. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Anliegen der PEGIDA findet nicht statt.

PEGIDA wendet sich gegen die Islamisierung des europäischen Abendlandes und meint damit nicht etwa vereinzelte fundamentalistische Gewalttäter, sondern eine gesellschaftliche Entwicklung, die in der schleichenden Veränderung unserer freiheitlichen und in ihren Fundamenten noch immer christlich geprägten Kultur und unseres Staatswesens besteht. Die von dort wahrgenommene Bedrohung geht nicht von einzelnen Tätern aus, sondern von der Lehre einer Religionsgemeinschaft, die auf den Ersatz unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung durch ein eigenes “Rechtssystem” abzielt. Strebt das Christentum bekanntlich keinen unmittelbaren Einfluss auf die staatliche Grundordnung an (“Mein Reich ist nicht von dieser Welt”), so ist dem Islam ein vergleichbares Denken gänzlich unbekannt, denn der Islam strebt die Umformung der staatlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Sinne der Religion an.

In allen islamisch geprägten Staaten werden Christen und Juden — und erst recht Nichtgläubige — benachteiligt oder verfolgt. Dabei reicht das Spektrum der Diskriminierungsmaßnahmen von subtilen Zurücksetzungen bis hin zum offenen Terror wie derzeit unter der Herrschaft des IS. Muss nicht danach gefragt werden, wie sich wohl der Islam in Europa entwickeln wird, wenn er eines Tages zu politischem Einfluss gelangen sollte? Ist dieser Tag aufgrund der demographischen Entwicklung wirklich allzu ferne?

Die Demonstrationen der PEGIDA haben das Thema “Islamisierung” auf die Tagesordnung der politischen Diskussion gesetzt. Dafür sind wir dankbar, denn es ist unbedingt notwendig, diese für die Zukunft unserer Kinder und unseres Landes entscheidende Frage endlich offen und ohne falsche Tabus zu diskutieren.

Der Pforzheimer Kreis erklärt sich mit den friedlichen Teilnehmern der PEGIDA-Demonstrationen solidarisch und dankt den Vertretern und Mitgliedern der Alternative für Deutschland, die sich bereits öffentlich zur PEGIDA-Bewegung bekannt haben. Wir erwarten, dass auch der Vorstand der AfD Baden-Württemberg zu dieser wichtigen Frage unzweideutig Position beziehen wird.

Der “Pforzheimer Kreis” ist ein informeller Zusammenschluss von Christen in der AfD Baden-Württemberg, der zur innerparteilichen Meinungsbildung beitragen will. Er ist nicht Teil der Partei AfD und weder befugt noch willens, für diese zu sprechen.

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